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Rezeptur-Anfertigung | | Rezeptur-Anfertigung |
Hätten
Sie gedacht, dass wir in unserer Apotheke jeden Tag
durchschnittlich mehr als 10 Medikamente individuell herstellen
(sogenannte Rezepturen)? Natürlich nicht mehr mit dem
Pillenbrett oder
nur mit dem Mörser, wie noch vor 40 Jahren, sondern mit
moderner
Technik. | Die
Mehrzahl dieser
herzustellenden Arzneimittel wird von Hautärzten
verordnet. Warum verschreiben die denn keine Fertigarzneimittel, werden
Sie sich fragen. Das hat vor allem drei Gründe: Erstens gibt
es
viele
flüssige und salbenförmige Arzneimittel gar nicht
fertig,
weil sie
nicht über einen längeren Zeitraum haltbar sind.
Zweitens
kommt es je
nach Hautzustand häufig auf die richtige Kombination von
Wirkstoff
und
Salbengrundlage an, und so viele Kombinationsmöghlichkeiten
sind
für
keinen Hersteller rentabel. Insbesondere, wenn man drittens auch noch
unterschiedliche Wirkstoff-Stärken haben will. |
Andere Arzneiformen
spielen in der Herstellung hinsichtlich der
Häufigkeit nur eine vergleichsweise geringe Rolle. Ab und zu
sind
Augentropfen herzustellen. Dabei ist die größte
Schwierigkeit, das das
Endprodukt steril sein muss. Dies können wir durch
Konservierung,
Sterilisation der einzelnen Bestandteile, Sterilfiltration durch
bakteriendichte Filter und keimfreies (aseptisches) Arbeiten an einem
entsprechenden ausgestatteten Arbeitsplatz erreichen. Also viel Aufwand
für so ein kleines Fläschchen.
Auch Kapseln aus
Hartgelantine füllen wir gelegentlich. In vielen
Fällen handelt es sich dann um Verschreibungen für
Säuglinge oder
Kleinkinder, für die es bestimmte Medikamente nicht in der
erforderlich
niedrigen Stärke gibt.
Also: wenn wir Ihnen
einmal sagen sollten, dass wir Ihnen ein
Medikament herstellen, liegt es daran, dass Sie ein ganz besonderes,
auf Ihre persönlichen Anforderungen abgestelltes Arzneimittel
bekommen
sollen, was es nicht in fertiger Form gibt.  |
Keimfreie Arzneimittel-Herstellung unter "OP-Bedingungen" an einem speziellen Arbeitsplatz. |
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